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Gastritis beim Hund - Was kannst du zu Hause tun?

Wie äußert sich eine (akute) Gastritis beim Hund?

  • Erbrechen, evtl mit Blutbeimengung
  • Futterverweigerung
  • starkes Speicheln
  • Aufstoßen
  • Gebetsstellung aufgrund starker Magenschmerzen
  • übermäßiger Durst
  • starkes Grasfressen
  • ständiges Belecken von Gegenständen und Körperteilen

Bei einer chronischen Gastritis sind die Symptome meist schwächer als bei einer akuten.

Wie stellt ein Tierarzt eine Gastritis fest?

  • Eine akute Gastritis ist ein Vorstellungsgrund bei deinem Tierarzt. Dieser kann zB. eine Röntgen-Aufnahme des Magens machen und dort sehen, ob die Magenwände verdickt also entzündet sind. Weiter kann der Tierarzt auch eine Endoskopie veranlassen. Die Diagnose kann allerdings auch alleinig durch Symptome erfolgen.
  • Der Tierarzt kann (und sollte) mindestens ein Schmerzmittel geben. Zusätzlich kann ein Medikament gegen dauerhaftes Erbrechen gegeben werden und ein sogenannter „Magenschutz“, zB Omeprazol. Letzteres ist ein Magensäurehemmer und wird manchmal nicht vertragen. Hier sollte man ein Auge drauf haben.

Wie behandelt man eine Gastritis beim Hund?

Neben den genannten Medikamenten vom Tierarzt kann und sollte man auch selbst über die Fütterung dem Hund helfen.

  • Tagesfuttermenge auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilen
  • Futter lauwarm geben
  • selbst kochen und pürieren
  • Schwerverdauliches meiden (zB Pansen)
  • ein Fastentag kann auch gut sein
  • Zusätze kurzzeitig weglassen: zB Öl, Knochenmehle oder anderes, was den Magen reizen könnte
  • mit schleimenden Kräutern. Dazu gehören Slippery Elm Bark (SEB)* und Eibischwurzel*. Letzteres hat eine bessere Ökobilanz und kann unter Bio-Bedingungen in Deutschland hergestellt werden. Wichtig ist hier, dass es KALT angerührt wird. Wird der Brei aufgekocht, gehen viele Schleimstoffe kaputt. Meistens steht auf der Verpackung, dass man es kochen soll: ist falsch. Mein Tipp: Wasser und Pulver in eine fest verschlossene Plastikdose geben und kräftig schütteln.
  • andere schleimende Futtermittel: Congee (Reisschleim) und Haferschleim kochen.
  • ggf nach der Entzündung die Magensaftsekretion mit Bitterstoffen* regulieren. zB Löwenzahnsaft*
  • viel Ruhe, wenig Stress

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Was kann bei Hunden eine Gastritis verursachen?

  • zu schnelle Futterumstellung zb Trockenfutter zu Barf ohne Transitionsphase
  • Schlingen
  • zu kaltes Futter, Eis, Schnee (Schneegastritis)
  • verdorbenes Futter
  • Futtermittelunverträglichkeit / Allergie deines Hundes
  • Stress
  • Schwerverdauliches wie Knochen oder Kauartikel lagen zu lange im Magen
  • Medikamente zb Schmerzmittel
  • Vergiftungen
  • Infektion

Wie lange dauert es bis eine Magenschleimhautentzündung weg ist?

Ein paar Tage bis zu zwei Wochen.

Kann ich meinem Hund Omeprazol oder Pantoprazol geben?

Generell ja, aber in Absprache mit dem Tierarzt / der Tierärztin.

Was ist der Unterschied zwischen Sodbrennen und einer Gastritis?

Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet. Bei Sodbrennen besteht „nur“ ein vorrübergehendes Unwohlsein und Stechen im Magen.

Was passiert wenn man eine Magenschleimhautentzündung nicht behandelt?

Es kann zu Folgeerkrankungen kommen: Magengeschwür, Magenkarzinome, Magenentleerungsstörungen, gastrointestinale Blutungen.

Ist Gastritis bei Hunden ansteckend?

Nein

Meine Erfahrung mit Gastritis beim Hund

Irma hat sich eines morgens mehrfach erbrochen. Beim ersten Mal hab ich mir noch nichts gedacht. Nach dem vierten Mal mit Blutbeimengung, alles direkt morgens vor dem Frühstück, hatte sie sich eine Fahrkarte zum Tierarzt gekauft.

Dieser gab ein Mittel gegen das Erbrechen, aber kein Schmerzmittel. Das sollte sich den nächsten Tag als Fehler rausstellen. Sie bekam Futter, es blieb wegen des Antibrechmittels drin, aber sie speichelte massiv und war auch nicht gut drauf.

Am nächsten morgen wollte Irma wegen extrem starker Magenschmerzen nicht mehr aufstehen. Mit großen Kulleraugen guckte sie mich von ihrer nächtlichen Liegestelle an. Ich trug sie die Treppe runter und es ging direkt in die Notaufnahme. Dort gab es ein Röntgen: die Magenränder sahen dick aus und endlich Schmerzmittel. Die Tierärztin dachte zunächst eher in Richtung Rückenprobleme, aber durch die Vorgeschichte blieb ich dabei, dass es Magenschmerzen sind. Es gab ein paar Tage Morosuppe und gekochtes und püriertes Hühnchen, dann gekochtes Barf und nach ca 2 Wochen wieder roh.

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